Eine Strom-Community bezieht sich auf eine Gruppe von Menschen, Unternehmen oder Organisationen, die sich zusammenschließen, um Energie zu erzeugen, zu teilen oder gemeinsam zu nutzen. Der Fokus solcher Gemeinschaften liegt auf der Nutzung erneuerbarer Energiequellen, um eine nachhaltige und umweltfreundliche Energieversorgung sicherzustellen. Allerdings müssen nicht alle Mitglieder selber Stromerzeugungsanlagen betreiben. Sie können aber durch die Gemeinschaft von dem umweltfreundlichen und meist lokal produzierten Strom profitieren.
Bei den Mitgliedern, die eigene Anlagen betreiben spricht man von "Prosumern".
Ein "Prosumer" ist eine Begriffszusammensetzung der Wörter "Producer" (Produzent) und "Consumer" (Verbraucher).
Wichtige Merkmale und Aspekte:
Typischerweise basieren Strom-Communities auf erneuerbaren Energiequellen wie Solar-, Wind-, Wasserkraft- oder Biomasseenergie. Die Mitglieder können beispielsweise Solaranlagen auf ihren Dächern installieren oder Windkraftanlagen in ihrer Gemeinde betreiben.
Strom-Communities verfolgen oft das Konzept der dezentralen Energieerzeugung. Das bedeutet, dass die Energie vor Ort erzeugt wird, in der Regel nahe bei den Verbrauchern. Dies reduziert den Bedarf an langen Übertragungsleitungen und fördert die lokale Unabhängigkeit in Bezug auf die Energieversorgung.
Die erzeugte Energie wird innerhalb der Gemeinschaft geteilt oder verteilt. Überschüssige Energie kann ins öffentliche Stromnetz eingespeist werden. Bei einem Defizit wird Energie aus dem öffentlichen Stromnetz entnommen. Die Verrechnung erfolgt über den Community Betreiber.
Prosumern eröffnet das neue Angebot die Chance, höhere Preise für ihren Strom zu erzielen, als es derzeit mit der Einspeisevergütung der Fall ist. Sie können entweder feste Preise für ihre Energielieferung vorgeben oder die Konditionen mit jedem einzelnen Stromabnehmer (Konsumenten) individuell festlegen.
Die Konsumenten wiederum können ihren individuellen Preis beeinflussen, indem sie für ihren Strombezug verschiedene Einspeiser (Prosumer) frei wählen und kombinieren.
Strom-Communities zeichnen sich durch die aktive Beteiligung der Mitglieder aus. Die Menschen sind nicht nur Verbraucher, sondern auch Produzenten von Energie. Dies fördert ein stärkeres Bewusstsein für den Energieverbrauch und trägt dazu bei, die Gemeinschaft nachhaltiger zu gestalten.
Strom-Communities können einen wichtigen Beitrag zur Erreichung von Umweltzielen und zur Förderung nachhaltiger Praktiken leisten, indem sie die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen reduzieren und erneuerbare Ressourcen effizient nutzen. Solche Modelle sind Teil des Wandels hin zu einer dezentralisierten, nachhaltigen Energieversorgung.