Vor allem für Pendler sind Elektroautos ideal, denn das Aufladen von Zuhause ist nicht nur bequem, sondern schont auch den Geldbeutel: Autostrom für diese Strecke kostet nur wenige Euro. Wer Tarife vergleicht und zu einem günstigeren Anbieter wechselt, kann also eine Menge Geld einsparen und einen Beitrag zum Umweltschutz leisten. Passende Autostrom-Tarife für die heimische Nutzung zeigt unser Autostrom-Preisvergleich.
Um für Sie den passenden Autostromtarif zu finden, ist die Information wichtig, ob bei Ihnen der Verbrauch gemeinsam (zusammen mit dem Haushaltsstrom) oder getrennt (über einen separaten Zähler) gemessen wird.
Bei einem getrennten also separaten Zähler muss eine sogenannte steuerbare Verbrauchseinrichtung verbaut werden, die es dem Netzbetreiber ermöglicht, zu bestimmten Zeiten den Verbrauch zu drosseln oder ganz abzuschalten. Dies geschieht bei Lastspitzen im Netz und ist nur für bestimmte Zeiträume von ein bis zwei Stunden vorgesehen. Dadurch profitieren Sie allerdings von günstigen Tarifen durch verminderte Netzentgelte und Konzessionsabgaben. Neben dem Einbau des Zählers (Einmalkosten) ist auch die monatliche Grundgebühr von bis zu 100 EUR/Jahr einzukalkulieren. Diese Lösung hat auch Vorteile bei einer geschäftlichen Abrechnung z.B. mit dem Arbeitgeber oder dem Finanzamt, da die Ladekosten des Elektroautos bereits separiert sind. Achtung: ein separater Zähler für Autostrom ist nur für das Laden von Elektroautos vorgesehen. Eine anderweitige Nutzung ist nicht erlaubt!
Alternativ kann die Abrechnung des Autostrom-Verbrauchs auch über einen bereits vorhandenen gemeinsamen Zähler zusammen mit dem Haushaltsstrom gemessen und abgerechnet werden. Dafür gibt es spezielle Kombitarife.
In beiden Fällen empfehlen wir den Einsatz einer Wallbox. Mehr erfahren
Vor der Anschaffung eines zusätzlichen Zählers sollte eine Elektrofachkraft die Gegebenheiten bei Ihnen Zuhause überprüfen. Die Installationskosten können individuell sehr unterschiedlich sein und auch die Kosten für eine Wallbox differieren je nach Ausstattung.
Beispielrechnung mit folgenden Annahmen:
| jährliche Fahrleistung 15.000 km | Elektroauto-Verbrauch 20 kWh/100 km | jährlicher Verbrauch 3.000 kWh (20 kWh x 150) |
| Messung | Strompreis | Grundgebühr | Ihre Kosten |
|---|---|---|---|
| Gemeinsame | 28 Ct/kWh | keine | 840,00 EUR/Jahr |
| Getrennte | 20 Ct/kWh | 100,00 € | 700,00 EUR/Jahr |
Mit einem getrennten Zähler hätte man also eine jährliche Ersparnis der laufenden Kosten von 140,00 EUR!

Besonders Doppeltarifzähler, die zwischen Haupt-(HT) und Nebentarif (NT), oft auch Hochtarif und Niedrigtarif genannt, unterscheiden, können sich für Besitzer eines Elektroautos rechnen. Wer die Akkus über Nacht aufladen möchte, kann hierfür den günstigeren Niedrigtarif nutzen. Die genauen Zeiten und Informationen bezüglich der Kosten für den Betrieb erhalten Sie von Ihrem Netzbetreiber.
Eintarifzähler
Bei einem Eintarifzähler ist nur ein Zählwerk vorhanden. Der verbrauchte Strom wird durchgehend gemessen und zu einem einheitlichen Tarif bezogen.
Zweitarifzähler
Wird oft auch Doppeltarifzähler genannt. Dieser beinhaltet zwei Zählwerke, damit sowohl der Haupttarif als auch der Nebentarif, welcher nachts zu einem günstigeren Tarif bezogen wird, gemessen werden kann. Die unterschiedlichen Entnahmezeiten legt der Netzbetreiber fest.
Wallboxen sind Wandladestationen mit denen Elektroautos oder Plug-in-Hybride aufgeladen werden können. Mithilfe von Wallboxen können Autos bequem und schnell von der Garage oder dem Carport aus betankt werden. Sie werden an den Starkstrom angeschlossen und sind somit deutlich schneller und sicherer als Haushaltssteckdosen. Zudem nehmen sie nur wenig Platz ein und sind auf Dauer günstiger als das Laden an öffentlichen E-Ladesäulen.
Wallboxen haben unterschiedliche Ladeleistungen von 3,7 bis 22 Kilowatt maximal. Ein Renault Zoe braucht beispielsweise drei Stunden, um an einer 11kW-Wallbox vollgeladen zu werden. Die Kosten variieren je nach Ausführung und Hersteller.
Einige Energieversorger bieten die Installation der Ladestation kostenlos an und berechnen eine Miete für die Zurverfügungstellung. Deshalb sind auch die Tarife für Autostrom sehr unterschiedlich. Bitte beachten Sie die Hinweise für die Voraussetzungen bei den Tarifdetails und informieren Sie sich auch über eine mögliche KfW-Förderung.
Ein zusätzlicher Stromzähler hat einen höheren Grundpreis, aber rentiert sich ab einer bestimmten Fahrleistung. Laut der Website „Finanztip“ lohnt sich an ein separater Zähler ab einer durchschnittlichen Fahrleistung von 14.000 Kilometer pro Jahr (etwa 38 km pro Tag).
Insbesondere, wenn das Elektroauto geschäftlich genutzt wird und die Abrechnung des Ladestroms getrennt erfolgen soll. Wenn Sie hingegen das Elektroauto ausschließlich privat nutzen, ist es häufig sinnvoller, den Ladestrom über den normalen Stromzähler zu beziehen.